Schornstein/-Kaminbrände

Mit beginn der Herbst- bzw. Winterzeit häufen sich die Einsätze bei den Feuerwehren wegen Rußbränden im Schornstein/Kamin. 

Was ein Kaminbrand ist, welche Voraussetzung für die Entstehung notwendig sind und warum es für das Wasser "STOPP" heißt, möchten wir Ihnen hier erklären.

Ein Kaminbrand entsteht durch falsches Heizen, z.B. wenn das Holz zu feucht ist. Dann kommt es über längeren Zeitraum zu Ablagerungen im Kamin, dem sogenannten Glanzruß. Die unvollständig abgebrannten Rückstände im Feuerrauch verrußen den Kamin und bei genügend Material und entsprechender Zündtemperatur im Kamin kommt es zu einer plötzlichen Verbrennung der Rückstände.

Wenn der Kamin brennt, sofort die Feuerwehr verständigen! Der Funkenflug und die Flammen aus dem Schornstein können unter Umständen das Dach in Brand setzen oder es kommt im Wohnraum zu einem Brand.

Unter Aufsicht der Feuerwehr und des zuständigen Bezirksschornsteinfegers lässt man einen Kaminbrand in der Regel kontrolliert ausbrennen. Auch wird der Kamin mit Hilfe eines auf dem Löschfahrzeug mitgeführten Kaminkehrgerät gereinigt. Der Kamin kann weiter verwendet werden, wenn der Bezirksschornsteinfeger die Erlaubnis erteilt.

Niemals einen Kaminbrand mit Wasser löschen!!!

Das ist besonders gefährlich, weil das Wasser durch die Verpuffung zu einer Volumenvergrößerung im Kamin/Schornstein führt. Formel: 1 Liter Wasser, erzeugt ca. 1.700 Liter Wasserdampf!!!

Brennmaterial aus Holz muss zur Verfeuerung ausreichend getrocknet sein. Es sollte vor der Verfeuerung ca. 2 Jahre trocken lagern.

Luftzufuhr der Heizanlage nicht zu stark drosseln oder vorzeitig schließen!

Für genügend Frischluftzufuhr (Verbrennungsluft) im Heizraum sorgen!

Sollte es dennoch zu einem Kaminbrand gekommen sein, begehen Sie nach dem Ende des Kaminbrandes stündlich alle betroffenen Räume, um eventuell Rauchentwicklung bzw. erhöhte Oberflächentemperatur (durch Abtasten der Kaminwände) festzustellen.

Alarmieren Sie im Bedarfsfall ein weiteres Mal die Feuerwehr!